KINDER HABEN RECHTE

Jahresthema 2025/26

Für das Jahresthema der WPP „Kinder haben Rechte“ 2025/26 und dem Georgstag auf Landesebene haben wir hier einen Input für euch zusammengestellt, wie ihr in euren Heimabenden dieses Thema mit euren Kindern und Jugendlichen aufnehmen könnt. Nachdem dieses Thema in vielen Organisationen bereits ausgearbeitet wurde, haben wir diese öffentlich zugänglichen Informationen für euch zusammengetragen und nichts neu erfunden. Wie oder ob ihr die Kinderrechte in euren Gruppen thematisiert, ist euch überlassen.

Materialsammlung für die einzelnen Stufen:

Gerechtigkeits-Spiel

(auch für WiWö geeignet)

Material: Bauklötze, Spielzeug oder Snacks. Ablauf:

  • Verteile absichtlich ungerecht (z. B. ein Kind bekommt viele Bauklötze, andere wenige).
  • Beobachte die Reaktionen.
  • Danach Gespräch: „Wie hat sich das angefühlt?“
  • Gemeinsam überlegen, was gerecht wäre.

Ziel: Erleben, warum Gleichbehandlung wichtig ist.

Mein-Recht-Koffer

(auch für WiWö geeignet)

Material: Kleiner Koffer oder Box, Karten mit Kinderrechten (in Symbolform), evtl. kleine Gegenstände (z. B. Buch = Bildung, Ball = Spielen). Ablauf:

  • Die Kinder dürfen den Koffer öffnen und nacheinander etwas herausnehmen.
  • Gemeinsam überlegen: Was könnte das bedeuten?
  • Erkläre das dazugehörige Recht.
  • Kinder dürfen eigene Dinge ergänzen, die ihnen wichtig sind.

Ziel: Greifbare Verbindung zwischen Alltag und Rechten.

Kinderrechte-Parcours

(für Feste oder Projekte) – Biber (auch für WiWö geeignet)

Idee: Jede Station steht für ein Recht, z. B.

  • Recht auf Zuhause: Kinder bauen mit Kartons ein „Kinderhaus“
  • Recht auf Spielen: Spielstation
  • Recht auf Mitbestimmung: Kinder stimmen ab, welches Lied als Nächstes läuft
  • Recht auf Schutz: Kuscheltier-Rettungsspiel

Ziel: Spielerisches Erleben verschiedener Rechte

Traumreise

(auch für WiWö geeignet)
Vorbereitung
: Schaffe eine ruhige, störungsfreie Umgebung, in der die Kinder liegen oder sitzen können, zum Beispiel auf weichen Matten und mit Kissen.

Beispiel für eine Traumreise: Link zum Dokument

Nachbereitung:

  •        Was hast du im Land der Kinderrechte gesehen oder gefühlt?
  •        Welches Recht war dir besonders wichtig?

Heimabend­planung

„Kinder haben rechte, auch Wichtel und Wölflinge“

Sitzkreis

Motto mit den Kindern vorstellen und sie kurz fragen, ob ihnen etwas zu einfällt.

Schwänzchen fangen (Material: Bänder/Stofffetzen)

Kinder haben ein Band oder Stofffetzen an sich gesteckt und dieses muss von den anderen Kindern abgemacht werden. Wer kein Band mehr hat, ist ausgeschieden. Es geht so lange, bis nur noch einer da ist.
Die Bänder stellen die Rechte der Kinder da. Nachher mit den Kindern klären, dass es sich gar nicht so gut anfüllt, wenn diese von jemand weggenommen werden.

Feuer Wasser Sturm

Mit den Kindern werden 4 Positionen besprochen, diese sollen sie bei einem Kommando   dann einnehmen.

z.B.: Erholung: Die Kinder setzten entspannt auf den Boden und verschränken die Arme    hinter dem Kopf und schauen nach oben.

Spiel und Freizeit: Alle Kinder bilden einen großen Kreis in der Mitte des Raumes

Wenn die Positionen besprochen worden sind, dann laufen die Kinder im Raum herum. Wenn ein Kommando kommt, müssen die Kinder so schnell es geht, diese einnehmen.

Ruf: Ihr habt das Recht auf …….. z.B.: Erholung

 

Memory (Material: Schilder mit Wörtern oder Bilder drauf)

Zu Beginn des Spiels gehen die Kinder in der Halle/auf dem Platz umher und tragen ein                 Schild. Immer wenn sie jemandem begegnen, wird das eigene Schild mit dem eines                 Mitspielers getauscht. Auf ein vorher festgelegtes Kommando vom Übungsleiter, suchen                 die Kinder sich einen Partner mit dem gleichen Schild wie sie. Haben alle einen Partner                 gefunden, bewegen sie sich erneut verteilt in der Halle/auf dem Platz. Die Bewegungen                 können während des Tausches der Schilder variiert werden, so können z.B. alle seitlich                 oder rückwärtslaufen oder auf einem Bein hüpfen.

Charta (Material: Papier und Stifte)

Stellt mit den Kindern ein paar “Regel” auf, wie man sich in der Gemeinschaft verhalten    sollte. Mit den Kindern gemeinsam ausarbeiten und zu Papier bringen. Am besten die         Charta dann offensichtlich im Raum aufhängen, damit sich alle immer daran erinnern          können.
Fragt sie, wie sie behandelt werden möchten,wie sie es nicht möchten und ob sie glauben, dass so etwas auf der Welt passiert.

 

Kinderrechte Plakat

(auch für GuSp geeignet)
Material: Papier, Farben, Zeitschriften, Scheren, Kleber. Ablauf:

  • Kinder malen oder basteln, was sie glücklich macht oder was sie brauchen.
  • Du ergänzt die passenden Rechte dazu (z. B. „Recht auf Familie“, „Recht auf Gesundheit“).
  • Gemeinsam aufhängen.

Ziel: Visualisierung und Selbstbezug herstellen.

Patrullenrat

Welche Rechte würden sich Kinder eigentlich selbst geben, wenn sie die Kinderrechtskonvention schreiben würden? Welche Rechte sind die Wunschrechte?

Konkrete Frage an die Kinder: welche 3 Rechte sollten ihrer Meinung nach in die Kinderrechtskonvention mitaufgenommen werden und warum? Der Patrulle muss dabei die Kinderrechtscharta als Vorlage zur Verfügung gestellt werden.

Activity

Kärtchen hierzu (als PDF hinzufügen, evtl. mit leeren Kärtchen auch, damit eigene Begriffe dazunehmen kann.

Quellehttps://dpsg.de/de/kinderrecht-activity

Kinderrechte im Alltag

Um diese Aktion, den Kindern mit nach Hause zu geben, müssen die Kinderrechte erarbeitet werden. Im nächsten Heimabend können ihre Beobachtungen und Erlebnisse dann reflektiert werden.

Quelle – https://dpsg.de/de/kinderrechte-im-alltag 

Interesse wecken und Bewusstsein schaffen

  • Brainstorming: „Welche Rechte haben Kinder?“ – Sammeln an der Tafel oder digital (z. B. Padlet).
  • Ranking-Übung: Die Jugendlichen ordnen Karten mit Rechten nach Wichtigkeit („Welches Recht ist dir am wichtigsten?“) und diskutieren.

Rollenspiel und Perspektivenwechsel

  • Rollenspiel „Rechte verletzt“: Gruppen bekommen Fallbeispiele (z. B. Kinderarbeit, kein Zugang zu Schule, Flucht, Gewalt zuhause) und stellen dar, was verletzt wird und wie geholfen werden könnte.
  • „Kinderrechtsgericht“: Eine Gruppe spielt Richter:innen, andere vertreten Opfer und Täter – gemeinsam wird entschieden, was gerecht ist.

 https://kinderfreunde.at/ueber-uns/themen/kinderrechte/downloads-kinderrechte-set

Kinderrechte weltweit

  • Länderrecherche: Jede Gruppe zieht ein Land und recherchiert: Wie steht es dort um Bildung, Arbeit, Gesundheit von Kindern? Ergebnisse als Plakat oder Kurzvideo.
  • Weltkarten-Aktion: Mit Stecknadeln oder digitalen Tools (z. B. Google Earth) zeigen, wo Rechte besonders verletzt werden.

Kinderrechts-Test

Kreative Ausdrucksformen/persönlichen Zugang schaffen

  • Fotoprojekt „Mein Recht“: Jugendliche fotografieren Szenen, die für sie ein wichtiges Recht symbolisieren, und erklären es.
  • Comic oder Kurzfilm: Kinderrechte in einer Geschichte umsetzen (z. B. „Ein Tag ohne Rechte“).
  • Poetry Slam oder Rap: Texte über Gerechtigkeit, Freiheit oder Schule als Recht.

CHARTA

Nachdem RaRo durch ihr Alter teilweise noch in die Kinderrechte fallen, sollen sie sich diese zur Hand nehmen und als Inspiration für ihre Charta sehen.

Unterschied Jugendschutzgesetz/Kinderrecht

Kinderrechte und Kinder- und Jugendschutzgesetz – ganz unterschiedlich und doch irgendwie gleich? Ganz nach dem Motto „Kritisches Auseinandersetzen mit sich und der Umwelt“ sollen die RaRo eine Parallele zwischen den Kinderrechten und dem Kinder- und Jugendschutzgesetz herstellen. Was darf ich? Was muss ich? Was steht mir zu? Ein Grundstein für ein verantwortungsvolles und ganzheitliches Leben. Wichtig: Dokumentation nicht vergessen!

RIS – Wiener Jugendschutzgesetz 2002 – Landesrecht konsolidiert Wien, Fassung vom 31.08.2025

DEBATTE

„Welches Kinderrecht ist das wichtigste und warum?“

Die Debatte: Die Debatte unterstützt vor allem die Entwicklungsaufgaben Eigene Meinung, Herausforderungen und Grenzen und Mitbestimmung.

Die Jugendlichen sind gefordert, sich ein eigenes Bild von der Sachlage zu machen, ihre Position zu finden, zu definieren und im Weiteren auch zu vertreten. Das bedeutet, dass die Jugendlichen sich Ihrer Werte bewusst sind und den Grundlagen ihrer Meinungsbildung kritisch gegenüberstehen. In der Debatte werden die unterschiedlichen Haltungen und Meinungen der Jugendlichen offensichtlich, so dass sie ihre Werte reflektieren können.

Jedes Kinderrecht hat einen Sinn und seine Berechtigung. Aber welches Kinderrecht ist das „wichtigste“? Die RaRo sollen sich gemeinsam ein Bild von den Kinderrechten machen und sich jeweils das raussuchen, welches ihnen am wichtigsten erscheint. In einer Debatte sollen sie ihren Standpunkt näher bringen.

Der Schutz von Kindern und Jugendlichen gegenüber jeder Form von Gewalt sowie die Stärkung ihrer Rechte sind zentraler Inhalt unseres Wirkens.
PPÖ, 2017
aus der Resolution "Sicherheitshalber"